Manifest 2017-05-01T10:32:53+00:00

Das YPA Manifest

DAS YPA-MANIFEST

Seit dem Zeitalter der Aufklärung gibt es in der Demokratie den Generationenvertrag: Die ältere Generation übergibt der jüngeren Generation ihr Wissen und den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kapitalstock. Im Gegenzug sorgt die jüngere Generation für die Angehörigen der älteren Generation, wenn diese dazu nicht mehr in der Lage sind.

Wir stehen zur Idee des Generationenvertrags. Wir sind dankbar für die grandiose Aufbauarbeit unserer Väter, Mütter, (Ur-)Grossväter und -mütter. Dank ihr ist die Schweiz für uns ein Chancenland mit Weltklasse-Unternehmen, stabilen Institutionen und einer hervorragenden Infrastruktur. Danke!

Aber der Generationenvertrag ist in Gefahr! Die Gruppe der 25- bis 45-Jährigen gerät finanziell unter Druck. Über die letzten Jahrzehnte hat die schweizerische Politik grosszügig ungedeckte Schecks verteilt, die wir bezahlen müssen. Auf einen AHV-Rentner kommen immer weniger Erwerbstätige. Auch in den Pensionskassen findet eine massive Umverteilung von jung zu alt statt. Mit Mehrwertsteuererhöhungen werden die Finanzierungslücken jeweils notdürftig überdeckt.

In den nächsten Jahren wird sich das Problem weiter zuspitzen. Die Altersstruktur der Bevölkerung ist keine Pyramide mehr, sondern eine Colaflasche. In den nächsten Jahren gehen massenhaft Babyboomer in den Ruhestand. Die Lebenserwartung steigt weiter an. Frauen bekommen immer weniger und immer später Kinder.

Die Politik hat bisher ungenügend auf diese Entwicklungen reagiert. Darum schliesst sich die YPA zusammen als Interessenvertretung junger, engagierter Berufsleute aus allen Branchen, die sich nicht zu den „jungen Wilden“ zählen, aber auch nicht alles hinnehmen, was vom Establishment vorgegeben ist. Wir sind parteipolitisch unabhängig, aber wir wollen die Umverteilung von uns auf ältere Generationen reduzieren. Auch der Generationenvertrag muss dem erprobten Prinzip der Subsidiarität gerecht werden: Die Allgemeinheit darf erst in Haftung genommen werden, wenn Selbsthilfe nicht möglich ist.

Wir sind bereit, bis 67 und länger zu arbeiten. Aber wir wollen, dass die ältere Generation dies auch tut. Wir sind bereit, für unser Alter zu sparen, aber das geht nur, wenn wir nicht mit übermässigen Steuern und Abgaben belastet werden.

Und noch etwas: Viele Gesetze und Verordnungen, die festlegen, wie wir leben und arbeiten, waren für das Zeitalter der Fabriken geeignet. Sie stehen im Widerspruch zur digitalen Welt, die wir mitgestalten. Wir wollen, dass die nächste globale Erfolgsgeschichte von der Dimension Google, Amazon oder Apple in der Schweiz geschrieben wird. Dafür braucht es Freiraum für Unternehmertum und für technische, gesellschaftliche und wissenschaftliche Innovation. Es muss möglich sein, neue Arbeitsmodelle auszuprobieren. Unsere Arbeitswelt muss flexibler, digitaler und weiblicher werden!